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Privater Notfallkoffer
Die Frage nach einer privaten Notfallausrüstung wird immer
wieder gestellt. Der ausgebildete Helfer sollte zwar auch mit
bloßen Händen helfen können, jedoch macht es schon
Sinn, etwas mehr dabei zu haben, als nur den vorgeschriebenen KFZ-
Verbandkasten.
Wichtige Überlegungen vor der Einrichtung eines privaten
Notfallkoffers sind:
- wofür will ich das wirklich? KFZ, Zuhause, Büro, Hobby
(zB. Sport)?
- habe ich oder Menschen in meiner Umgebung speziellen Bedarf?
Kinder, Diabetes etc.?
- wieviel will ich ausgeben?
- was will und kann ich damit anstellen?>
In der Regel wird es darum gehen, dass man bei kleineren Sachen (kleine Wunde) sich
oder anderen helfen möchte und bei echten Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des
Rettungsdienstes überbrücken können soll.
Als für den Normalbedarf sinnvoll hat sich dabei nach Diskussion in der Newsgroup d.e.n
folgende Zusammenstellung (zusätzlich zum KFZ-Verbandkasten) herausgestellt:
- viele sterilen Mullkompressen, 2 Mullbinden, 1 Verbandtuch
- Pflasterstreifen, klebefähig
- Infusion samt Besteck (nicht nur zum Infundieren sondern vor allem
zum Augenspülen oder Brandwunden kühlen, notfalls zum
Händewaschen oder sogar zum trinken)
- Beatmungshilfe (einen Beutel nur für den, der wirklich
Beuteln kann - und selbst dann ist der für diesen Zweck meist zu
teuer)
- Guedeltuben, wenn man ein bisschen sinnvollen Luxus drin haben
will
- gute EH-Schere (oft günstig im Baumarkt)
- Pupillenleuchte
- Einmalhandschuhe (in kleinem Beutel staubdicht verpackt)
- Kältekompressen
- nicht-alkoholisches Wunddesinfektionsmittel
- einfaches Blutdruckmessgerät und Stethoskop
- Notizblock und Bleistift (Doku, Austausch von Daten beim
Unfall)
- ein kleines Fläschchen Händedesinfektionsmittel
- Splitterpinzette, Einmalkanülen (prima für kleinste
Splitter geeignet)
- Rettungsdecke
- 15l-Plastikmüllbeutel (Rückatmung, Asservierung,
Müllbeseitigung)
- optional: manuelle Absaugpumpe (teuer), als billige Lösung
bietet sich hier eine große Blasenkatheterspritze mit
Absaugkatheter an
Das alles lässt sich auch in relativ kleinen Taschen
unterbringen.
Eine beispielhafte Detailaufstellung gibt der
Beladeplan.
Empfohlene Zusatzaustattung für den privaten Gebrauch (immer
dabei):
- eine Beatmungshilfe als Schlüsselanhänger
- Einmalhandschuhe
Und im Auto sollte mindestens noch folgendes mitgeführt
werden:
- eine Warnweste (evtl. sogar mit Aufschrift der Qualifikation, z.B.
"Rettungshelfer" oder "Sanitäter") , da wird man von der
eintreffenden RTW-Besatzung gleich als kompetenter Ansprechpartner
erkannt
- eine gute Taschenlampe
- ein größerer Autofeuerlöscher, mit dem man auch
umgehen kann
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Autor: Bernhard Nowotny - 08 Jul 2004